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Lukrative Riester-Rente noch immer beliebt

Die private Altersversorge über die Riester-Rente erlebt einen ungebrochenen Aufwärtstrend. Im ersten Quartal 2012 konnte ein Bestand von insgesamt 15,5 Millionen Riester-Verträgen gezählt werden. Allein 65.000 Riester-Renten wurden bereits in dieses Jahr abgeschlossen, wobei es sich hier auch um die Sonderform der Riester-Rente, den Wohn-Riester, handelt.

Mehr als die Hälfte der neuen Verträge für die private Altersvorsorge wird derzeit über den Wohn-Riester abgeschlossen. Danach folgen Rentenversicherungen, Fondssparpläne und Banksparpläne.

Regierung fordert Änderungen im Umfeld der Riester-Rente

Zehn Jahre ist die Einführung der Riester-Rente nun her und immer noch entscheiden sich stetig mehr Menschen für diese Art der privaten Altersvorsorge. Der Riester-Vertrag kann somit auf ein dynamisches Wachstum blicken.

Allerdings sind nicht alle Angebote wirklich kundenfreundlich, es gibt auch weniger gut durchschaubare Offerten. Daher plant die Regierung nun einige Änderungen bei der Riester-Rente. So soll erreicht werden, dass der Riester-Vertrag so verbraucherfreundlich wie möglich wird. Geplant ist dafür zum Beispiel ein Produktinformationsblatt, welches den Verbrauchern obligatorisch noch vor dem Abschluss des Riester-Vertrags ausgehändigt werden soll. Auch Risiken sollen dabei erwähnt werden.

Durch das Produktinformationsblatt ist es letzten Endes möglich, die Kosten und den möglichen Gewinn aus dem Riester-Vertrag besser mit anderen Angeboten zur privaten Altersvorsorge zu vergleichen.

Neben der Forderung nach einem obligatorischen Produktinformationsblatt zur Riester-Rente sollen die Kosten bei einem Vertragswechsel gedeckelt werden – so soll gewährleistet werden, dass Riester-Sparer leichter in einen guten Vertrag wechseln können. Erzielen die Versicherungen Überschüsse, so sollen die Kunden daran besser beteiligt werden können. Diese Änderungen sollen helfen, die Riester-Rente noch attraktiver und leichter durchschaubar zu machen.

Riester-Rente stopft Versorgungslücke durch die niedrige gesetzliche Rente

Die Riester-Rente ergänzt die gesetzliche Rentenversicherung – und ist gleichzeitig fast zwingend notwendig. Diese umlagefinanzierte Altersrente muss mit den Änderungen durch den demografischen Wandel fertig werden, das heißt, die arbeitende, junge Generation soll nicht durch die Altersvorsorge überfordert werden. Das Rentenniveau wird deshalb vermutlich in den nächsten Jahren absinken – eine Altersarmut droht.

Um die dadurch entstehende Versorgungslücke im Alter zu kompensieren, ist der Abschluss eines Riester-Vertrags empfehlenswert. Um eine private Altersvorsorge wird niemand in Zukunft herum kommen, wenn die Altersarmut verhindert werden soll. Dafür wird die Riester-Rente immer wieder Änderungen erfahren, wobei jeder, der einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, mit Verbesserungen rechnen kann.

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